15. November 2018

Riester-Rente

Die Riester-Rente ist in Deutschland ein Verkaufsschlager. Üppige staatliche Zulagen und die hohe Sicherheit der eingezahlten Beiträge machen die Riesterrente zu einer der beliebtesten Formen privater Altersvorsorge. Und das ist kein Wunder, denn das “Riestern” kann mit vielen Vorteilen punkten:

Klare Vorteile der Riester-Rente

  • Rente mit bis zu 70% staatlicher Förderung
  • Bis zu 30% Sonderauszahlung bei Rentenbeginn
  • Steuerersparnis für Gutverdiener
  • Pfändungsschutz (auch bei Hartz IV)
  • Garantierte lebenslange monatliche Rente

Kann jeder die Riester-Rente erhalten?

Die große Mehrheit der Bundesbürger ist riesterberechtigt. Höchstwahrscheinlich auch Sie. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin mit uns, denn warum sollten Sie ohne finanzielle Hilfe für das Alter vorsorgen, wenn es mit staatlicher Unterstützung deutlich einfacher geht?

Für Ihre Förderung können Sie zwischen verschiedenen Anlageformen wählen:

  • Banksparpläne
  • Private Rentenversicherung
  • Fondssparpläne
  • Wohn-Riester
  • Klassische Riesterverträge

Übrigens: Staatliche Förderung gibt es nicht nur einmalig. Riester-Sparer können sich die Gelder jedes Jahr einstreichen, in dem sie Beiträge in einen Riestervertrag einzahlen. Da kommen dann leicht einige Tausend Euro zusammen, auf die Sie nicht verzichten sollten!
Deshalb: nutzen Sie jetzt unser kostenfreies und unverbindliches Beratungsangebot:


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Infos zur Riester-Rente

Welches sind die wichtigsten Merkmale der Riester-Rente?

Die Riester-Rente kann man auch als einen Vertrag für die Alterssicherung bezeichnen, für den staatliche Zuschüsse gewährt werden. Der Staat fördert Verträge für Riester-Renten und gewährt häufig darüber hinaus Steuervorteile. Die Riester Förderung gibt es nur für zertifizierte Altersvorsorgeverträge. Mit diesem Zertifikat bestätigt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), dass der jeweilige Vertrag die Bedingungen für die staatliche Förderung erfüllt.

Die Verträge müssen eine Gewährleistung dafür bieten, dass sowohl die zuvor geleisteten Prämien als auch die staatlichen Förderungen vorhanden sind, wenn die Auszahlung beginnt.

Anders ausgedrückt: Die Rücklagen für die Altersvorsorge sind gesichert gegen Verlust und immer garantiert. Darüber hinaus sind die Versicherer von Riester-Renten verpflichtet, Renten bis zum Lebensende auszuschütten. Wenn der Riester-Vertrag von einem Lebensversicherer stammt, so ist diese Bedingungen bereits gegeben. Außerdem sind Bedingungen festgeschrieben für Fondssparpläne ebenso wie für die Auszahlungspläne von Banken, beispielsweise muss ein gewisser Anteil des Kapitals, das bei Start der Auszahlungsperiode besteht, in eine Versicherung zur Altersvorsorge fließen. Der Versicherer muss ab dem 85. Lebensjahr bis zum Tode des Versicherten allmonatliche Beträge ausschütten. Mit dem Abschluss einer Riester-Versicherung ist also unter allen Umständen der Unterhalt bis zum Lebensende gewährleistet. Nur wenn Beträge frühestens ab einem Alter von 60 Jahren ausgezahlt werden, dürfen Verträge als Riester-Renten bezeichnet werden. Alle Riester Rentenverträge müssen die Abschlusskosten, also die Kosten, die für die Vermittlung des Vertrages anfallen, auf mindestens fünf Jahre verteilen. Dies ist eine Bedingung für jeden ab dem Jahr 2005 geltenden Vertrag. Vermögen darf bei Riester-Renten nicht dem Kapital für die Altersvorsorge entnommen werden. Eine Ausnahme ist die Entnahme von höchstens 30 Prozent des Vermögens zu Anfang der Bezugsperiode. Für Leistungen aus der Riester-Rente gilt keine Steuerbegünstigung.

Was macht die Riester-Rente attraktiv?

Eine regelmäßige Einnahme im Seniorenalter auf Lebenszeit ist durch die Riester-Versicherung gewährleistet. Eine attraktive staatliche Förderung hilft bei der Finanzierung dieser privaten Zusatzversorgung. Wer sich einen zusätzlichen Schutz für Hinterbliebene wünscht oder sich gegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit absichern möchte, kann auch zusätzliche Absprachen diesbezüglich treffen. Die Einlagen in Riester-Renten sind ebenso wie ihre Pendants aus betrieblichen Rentenversicherungen geschützt, auch für den Fall dass der Versicherungsnehmer seine Arbeit verliert. Voraussetzung dafür ist, dass sie mit staatlicher Förderung aufgebaut wurden. Riester-Verträge sind insbesondere auf Familien mit Kindern zugeschnitten und sollen ihnen die selbstbestimmte Alterssicherung ermöglichen. Deshalb unterteilt sich die Riesterzulage in eine Grundzulage, die der Versicherte erhält und eine Kinderzulage, die pro Kind gezahlt wird. Es ist möglich, dass die aus eigener Tasche gezahlten Summen sehr viel niedriger sind als die gewährten staatlichen Zuschüsse. Die staatliche Förderung besteht aus zwei Teilen: So gibt es neben der Grund- und Kinderzulage auch noch eine Förderung durch das Absetzen der Versicherungsbeiträge als steuerliche Sonderausgaben. Jeder kann zusätzlich zur Grundzulage von bis zu 154 Euro im Jahr für jedes Kind 185 Euro Kinderzulage beantragen. Für alle Geburtsjahrgänge ab 2008 können pro Kind sogar maximal 300 Euro beantragt werden. Eine gesetzliche Neuerung gilt für alle Versicherten, die jünger als 25 Jahre sind: Sie erhalten seit dem Jahr 2008 einmalig einen „Berufseinsteigerbonus“ für ihre Riester-Versicherung. Wer zu Beginn eines Beitragsjahres jünger als 25 Jahre alt war, kann diesen Bonus sogar rückwirkend berechnen. Der Abschluss einer Riester-Rente kann zusätzliche Steuervorteile bringen. Die bearbeitete Anlage AV darf dann bei der Einkommenssteuererklärung nicht vergessen werden. Diese Angaben bilden für die Finanzämter die Grundlage für die Prüfung, welche Steuerersparnis höher ist: die staatliche Förderung oder die Minderung bei den Sonderausgaben. Gilt dies nicht, so weist die Behörde ausschließlich die Zulage an. Die Summe, die über die Förderung hinausgeht, wird erstattet, wenn die Minderung der Sonderausgaben höherwertiger ist. Wer als junger Mensch noch eine Gelegenheit sucht, sich privat fürs Alter abzusichern, kann in einem Riester-Vertrag eine interessante Alternative finden. Die Riester-Rente eignet sich auch für jeden, der fürchtet, seine Arbeitsstelle zu verlieren, denn auch in diesem Fall bleibt das Anfangskapital unangetastet – sowohl durch die Bundesagentur für Arbeit als auch von den Sozialbehörden. Die Riester-Versicherung erfordert keine regelmäßige Beitragszahlung, was auch für Versicherungsnehmer mit Zahlungsproblemen die Teilnahme erleichtert. Je nachdem wie sich die wirtschaftliche Situation des Kunden gestaltet, kann er seine Zahlungsweise festlegen. Um die Alterssicherung jedoch zu optimieren, ist die konstante Zahlungsweise unerlässlich. Sofern man seinen Vertrag für ein volles Berechnungsjahr ruhen lässt, hat man für diesen Zeitraum auch kein Anrecht auf gesetzliche Förderungen oder den Abzug von Sonderausgaben.

Verschiedene Verträge für die Riester-Vorsorge

Nicht nur Kreditanstalten und Lebensversicherer stellen beglaubigte Riester-Verträge aus, sondern auch Fondsgesellschaften und Bausparkassen. Zu den vier unterschiedlichen Versionen gehören die Rentenversicherungen, die Banksparpläne sowie Fondssparpläne und Verträge für Bausparer.

Rentenversicherungen als Riester-Verträge

Diese Angebote bieten eine lebenslange Leibrente mit garantierten Leistungen und einer zusätzlichen Überschussbeteiligung. Sicherheit geht vor, wenn es darum geht das Kapital für die Altersvorsorge klug anzulegen. Anders als Banken und Fondsgesellschaften garantieren die meisten Versicherer eine bestimmte Verzinsung des gebildeten Kapitals. Wäre wie vereinbart einzahlt, war es bereits zu Vertragsbeginn genau, wie hoch seine Riester-Rente später mindestens ausfallen wird. Einige Lebensversicherer bieten auch fondsgebundene Riester-Renten an. Ein gewisser Teil des Kapitals wird hierbei durch Investmentfonds gesichert.

Riester-Verträge mit Sparplänen von der Bank

Es ist auch möglich, die staatliche Riester-Förderung für Sparpläne von der Bank zu erhalten, wenn diese sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bewegen. Banken errechnen beim Vertragsabschluss keine Garantie für eine lebenslange Altersrente. Sie schließen bei Vertragsbeginn zusätzliche Rentenversicherungen für ihre Kunden ab, aus denen ab dem 85. Lebensjahr Leibrenten fließen.

Fondsgebundene Riester-Versicherung

Bei positiver wirtschaftlicher Entwicklung bieten solche Fondssparpläne die Möglichkeit zusätzlicher finanzieller Gewinne zum angesparten Kapital – darin sind sie den Banksparplänen ähnlich. Zu beachten ist: die Garantie, dass bei Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge plus Zulage zur Verfügung stehen, bezieht sich nur auf das Ende der Ansparzeit. Daher ist die Möglichkeit von Einbußen gegeben, sollte Kapital vorzeitig ausgezahlt werden.

Bausparen und Riester-Förderung

Neu ist seit 2008, dass auch eine Riester-Förderung für Verträge gilt, die 75 oder sogar bis zu 100 Prozent Kapitalentnahme vorsehen, sofern dieses dazu dient eine Immobilie zur Eigennutzung zu erwerben. Während bei anderen Arten der Förderung die entnommenen Beiträge vor Beginn des Rentenalters zurückgezahlt werden müssen, gilt dies für die so genannte „Wohn-Riester“ nicht. Allerdings ist es ebenso wenig möglich Wohneigentum zu vermieten wie es zu modernisieren, sofern es durch die Riester-Förderung bezuschusst wurde. Die erhaltene Förderung bleibt beim Verkauf des Hauses nur dann erhalten, wenn der geförderte Betrag zum Beispiel in den Kauf einer neuen Immobilien oder in einen neuen Riestervertrag fließt.

Riester-Renten mit zusätzlichen Versicherungen kombinieren

Riester Verträge können mit zusätzlichen Berufs-oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen kombiniert werden. Dadurch besteht keine Gefahr für Zulagen vom Staat. Ein Teil der Beiträge wird entsprechend für den Risikoschutz verwendet, die spätere Rente fällt dadurch geringer aus. Die Invalidität darf jedoch nur durch maximal 15 Prozent der gesamten Beitragssumme abgedeckt sein. Hinterbliebenenschutz kann ebenfalls in den Vertrag eingeschlossen werden. Das im Todesfall zur Verfügung stehende Vorsorgekapital aus der Riester-Rente kann zwar vererbt werden, die bereits gewährten Zulagen und die Steuerersparnisse allerdings werden abgezogen. Es gibt aber auch den Fall, dass die Begünstigung bestehen bleibt, und zwar wenn der Partner des verstorbenen Versicherungsnehmers das Versicherungskapital auf den eigenen Riester-Vertrag anrechnen oder es sich als fortlaufende Rente auszahlen lässt. Jedoch ist dies nicht bei dauern getrennt lebenden Partnern der Fall.

Riester-Rente mit Bedacht abschließen

Beim Ausfüllen des Vertrages sollte man sich von einem Versicherungs Fachmann helfen lassen. Wichtig sind korrekte und vollständige Angaben zum Antragsteller und/oder der versicherten Person. Die Termine von Beginn und Ablauf des Vertrages müssen akribisch notiert werden. Nur auf diese Weise kann auch sofort ein Versicherungsschutz greifen. Bei der Riester-Rente muss ein zusätzlicher Antrag auf staatliche Förderung gestellt werden. Versicherungsnehmer können seit 2005 auch ihrem Versicherer die Aufgabe übertragen, diesen Antrag für sie Jahr für Jahr zu stellen. Kontrolliert wird der Abschluss einer Riester-Rente üblicherweise nicht. Allerdings wird dies zur Pflicht, wenn eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit oder ein spezieller Schutz für hinterbliebene Angehörige integriert ist. Unter solchen Bedingungen sind klare und ausführliche Angaben zu Fragen, die sich auf die Gesundheit beziehen, unbedingt vonnöten.

Riester-Rente steuerlich erfassen

Die Riester-Rentenverträge sind nicht von der Steuerpflicht befreit. Bei Kapitalentnahme für selbstgenutztes Wohneigentum (Wohn Riester) gilt: Das in die Immobilie eingebrachte Vermögen wird fiktiv nachgelagert besteuert. Jeder Versicherer führt dazu ein „Wohnförderkonto“. Seine Steuerschuld kann man als Rentner dann auf unterschiedliche Arten begleichen. Wer die Steuern in einer Summe aufbringt, zahlt auf 70 % des geförderten Kapitals seinen individuellen Steuersatz. Im anderen Fall, wenn die Summe nicht als Ganzes zur Verfügung steht, können Steuern auch in Raten von bis zu 25 Jahren Laufzeit gezahlt werden.

Hinweise zur Riesterrente

  • Durch Zulagen und Steuervorteile fördert der Staat die Riester-Rente. Da das Niveau der gesetzlichen Rente sinkt, kann man durchs Riestern diese Lücke schließen.
  • Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert die Riester Verträge.
  • Für wen Sicherheit an erster Stelle steht, der fährt mit einem Riester Banksparplan gut. Diese Art der Riester-Rente stellt eine grundsätzliche Absicherung dar.
  • Namensgeber der Riester Rente ist der Minister Riester. Als die gesetzliche Rentenversicherung reformiert wurde, entstand diese Sparform.
  • Bei der Riester Rente erhält man eine staatliche Förderung in Form von Zulagen oder Vorteilen in den Steuern.
  • Beim Riestern muss dem Sparer im Minimum das Geld, was eingezahlt wurde plus Zulagen später ausbezahlt werden.
  • Die Riester Rente wird seitens des Gesetzgebers entweder durch Zulagen oder durch Steuervorteile gefördert.
  • Die Riester Rente bietet zudem ein sehr hohes Maß an Flexibilität und Transparenz.
  • Deshalb ist die Riester Rente im Moment auch das am stärksten nachgefragte Versicherungsprodukt für den Aufbau einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge.
  • Sie wurde 2002 von Walter Riester, dem damaligen Bundesarbeitsminister, aus der Taufe gehoben, um Angestellten und Beamten einen Anreiz zu bieten, die Leistungen der staatlichen Versorgungswerke aufzubessern.
  • Vor Abschluss eines Riester Rentenvertrages ist es wichtig, sich ausführlich beraten zu lassen, da man mit Abschluss eines Rentenvertrages eine Entscheidung trifft, von der man erst in einigen Jahrzehnten profitieren will.
  • Verträge zur Riester Rente können als private oder betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen werden.