15. November 2018

Pflegeversicherung

Es ist allgemein bekannt, daß die Menschen in Deutschland immer älter werden. Diese an sich sehr positive Entwicklung bringt es mit sich, daß auch die Anzahl der Pflegebedürftigen weiter zunimmt. Das gesetzliche System der Pflegeversicherung stößt bereits jetzt an seine Grenzen und private Initiative ist gefragt, um die persönliche Altersarmut im Falle der Pflegebedürftigkeit abzuwenden.

Glücklicherweise können Sie mit einer privaten Pflegeversicherung die Grundversorgung der gesetzlichen Kassen aufstocken. Die Beiträge sind niedriger, als die meisten glauben und es gibt eine ganze Reihe von sinnvollen Tarifmöglichkeiten, die auf Sie persönlich abgestimmt werden können. Einen ersten Überblick geben wir Ihnen auf dieser Seite.

Vorteile der Privaten Pflegeversicherung

  • Versicherungsschutz ein Leben lang
  • Schließt die Lücken der gesetzlichen Pflegeversicherung
  • Ermöglicht eine selbstbestimmte Pflege
  • Pflegerente und Pflegetagegeld sind möglich
  • Vermögensschutz für Angehörige

Welche Pflegeversicherung brauche ich?

Privat Krankenversicherte müssen auch eine private Pflegeversicherung abschließen, bei gesetzlich Krankenversicherten greift automatisch die gesetzliche Pflegeversicherung. Um die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung aufzustocken, haben GKV-Versicherte die Möglichkeit, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Eine Option, die Sie auf jeden Fall prüfen sollten.

Im Wesentlichen gibt es drei Arten von Pflegezusatzversicherungen:

  • Pflegerentenversicherung
  • Pflegekostenversicherung
  • Pflegetagegeldversicherung

Lassen Sie sich zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Pflegetarife beraten. Vermeiden Sie unnötige Kosten und schließen Sie ganz gezielt die Lücken, die sich in Ihrer persönlichen Pflegesituation im Alter auftun werden.
Deshalb: nutzen Sie jetzt unser kostenfreies und unverbindliches Beratungsangebot:

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Es gibt zwei Formen von Pflegeversicherungen. Einmal die gesetzliche, geltend seit 1995 und die private Pflegezusatzversicherung. Die private wird von privaten Versicherungsunternehmen angeboten.

Gesetzlich vorgeschrieben ist die Pflegeversicherung

Zusätzlich in der Krankenversicherung ist seit 1995 die Pflegeversicherung Pflicht. Und zwar für jeden, der eigenes Einkommen hat.Wenn man Beiträge in die gesetzliche Krankenkasse zahlt, werden gleichzeitig die Beiträge für die Pflegeversicherung gezahlt.Privat Krankenversicherte müssen eine private Pflegepflichtversicherung abschließen.Diese Pflegeversicherung ist nicht mit der freiwilligen Zusatzversicherung zu verwechseln.Die Menschen werden heutzutage wesentlich älter und damit besteht auch erhöhter Pflegebedarf.Die Pflegeversicherung wurde eingeführt, damit die persönlichen und finanziellen Belastungen nicht nur von den Angehörigen oder vom Staat getragen werden müssen.Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Hilfe, wenn eine permanente Pflegebedürftigkeit eintritt.Er kann wählen zwischen ambulanter Pflege, stationärer Pflege oder dem Pflegegeld.

TIPP!Beitragsvergleich lohnt sich nicht, da die Beiträge festgelegt sind und sich nur minimal unterscheiden.

Pflege, die vorübergehend ist

Bedürfen Sie der Pflege weniger als sechs Monate, tritt die Pflegeversicherung nicht in Kraft.Das fällt unter häusliche Krankenpflege und dafür ist die Krankenversicherung zuständig.Die Krankenkasse kommt außerdem für die medizinische Betreuung auf.

Pflegeversicherung ist nur eine Grundabsicherung

Der gesamte Pflegebedarf wird nicht von der Pflegekasse abgesichert.Sie stellt lediglich die Grundabsicherung bereit.Sie ist nach Pflegebedürftigkeit gestaffelt und wird nur auf Antrag gewährt.Wenn der Pflegebedürftige beachtliche Hilfe beim Waschen, Aufstehen, Anziehen und Essen benötigt, wird er als pflegebedürftig eingestuft.Der Pflegebedürftige muss mindestens 90 Minuten Hilfe aus zwei der Tätigkeitsbereiche benötigen. Dann wird er in Pflegestufe I eingestuft.Die Hilfe beim Essen, der Körperpflege und der Beweglichkeit, das An- und Ausziehen ist die Grundpflege. Sie muss wenigstens die Hälfte der Zeit betragen.Bei Pflegebedarf von wenigstens drei Stunden am Tag, gilt die Person als schwer pflegebedürftig und wird in Pflegestufe II gruppiert.Die dritte Pflegestufe ist für schwerst pflegebedürftige Personen. Dabei müssen sie für wenigstens 5 Stunden am Tag und in der Nacht auf Hilfe angewiesen sein.

Leistungen für die Pflege zuhause haben Vorrang

Die gesetzlichen sowie die privaten Pflegepflichtversicherungen unterscheiden sich nicht in ihren Leistungen.Vorrangig ist immer die Pflege zuhause.Für Hilfe bei der Pflege zuhause gibt es fachkundiges Personal, welches von ambulanten Pflegediensten zur Verfügung gestellt wird. Sei es für Angehörige oder auch Allein-lebenden Pflegebedürftigen.Menschen können so in ihrem eigenem Heim bleiben und damit in ihrer gewohnten Umgebung.Einzig von der Pflegekasse zugelassene Pflegedienste dürfen dies leisten.Mit ihnen schließt der Pflegebedürftige einen Vertrag ab, indem die Pflegeleistungen festgelegt werden.Die ambulante Pflege wird in der gesetzlichen Pflegeversicherung als Sachleistung gewährt, während privat Krankenversicherte nur Geldleistungen erhalten.Die Bezahlung der qualifizierten Pflegekräfte übernehmen Sie vorerst selbst. Nachträglich bekommen Sie Ihre Aufwendungen erstattet.Der Wert dieser Zahlung entspricht allerdings höchstens dem Wert der entsprechenden Sachleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Sonstige Leistungen der Pflegeversicherung

Um eine optimale Lösung für Ihre Bedürfnisse zu haben, können Sie eine Kombination aus beiden Leistungen wählen.Derjenige, der der Pflege bedarf, kann wählen wie er die Leistungen kombinieren möchte.Nutzen Sie 40 % der Sachleistungen können Sie 60 % der Geldleistungen beziehen. Immer in Bezug auf die Pflegestufe.Ändern können Sie diese Entscheidung meistens erst nach sechs Monaten.Eine Ersatzpflegekraft wird für höchstens 4 Wochen im Jahr bezahlt, wenn sich die Pflegekraft im Urlaub befindet oder aus anderen Gründen verhindert ist.Bei der Pflege zuhause gibt es zusätzlich die Möglichkeit teilstationär am Tag und in der Nacht gepflegt zu werden. Außerdem ist eine Kurzzeitpflege für eine begrenzte Zeit möglich.Darüber hinaus übernimmt die Pflegekasse die Kosten für Pflegehilfsmittel wie spezielle Betten, Hausnotruf, Rollstuhl, aber auch so genannte Verbrauchsprodukte wie Betteinlagen.Für z. B.. Gehhilfen besteht die Möglichkeit, sie auszuleihen.Sollte es nötig sein Um- oder Einbauten vorzunehmen, erhalten Sie eine einmaligen Zuschuss. Das kann eine Rampe oder ein Treppenlift sein oder der Umbau eines Badezimmers sowie Verbreiterung von Türen.Bei Aufenthalt in einem Pflegeheim übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten der Grundpflege, die medizinische Behandlungspflege sowie die soziale Betreuung. Immer gemessen an der Pflegestufe.Die Pflegekasse übernimmt keine Kosten für Verpflegung und Unterkunft. Diese so genannten Hotelkosten muss der Versicherte selbst übernehmen.Wenn eine stationäre Pflege nicht nötig ist, besteht auch kein Anspruch auf Leistung für diese. Dann wird nur die Leistung für häusliche Pflege gezahlt.Vermeiden Sie das Trennen von Pflege- und KrankenversicherungWenn Sie gesetzlich krankenversichert sind Sie automatisch auch in der Pflegeversicherung. Bei einer privaten Krankenversicherung können Sie Ihre Pflegeversicherung bei privaten Anbietern frei wählen.Als privat Versicherter können Sie wählen, ob Sie Ihre eigene Versicherung nehmen oder eine andere Versicherung wählen.Auch hier empfiehlt es sich keine Trennung vorzunehmen.Private Versicherer müssen jeden Antrag annehmen.Da die Leistungen für die Pflege im Gesetz festgelegt sind, gibt es darin keine Unterschiede. Die Beiträge variieren nur ganz gering.Es besteht die Gefahr, dass sich die Versicherer streiten, wer die Kosten für die Pflege
übernimmt.Dann kann es möglich sein, dass Sie lange auf Ihr Geld warten müssen.

TIPP!Die Beiträge zu vergleichen ist nicht nötig, da sie feststehen und sich kaum unterscheiden.

Lücken für den Pflegefall schließen

Die Pflegepflichtversicherung bietet nur eine Grundabsicherung und reicht nicht für eine “Rundum-Pflege”.3000€ und mehr kostet ein Heimplatz.Die eigene Rente und das eigene Vermögen sowie die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden für die Unterbringung in einem Heim verwendet. Sollten diese nicht ausreichend sein, müssen die eigenen Kinder oder das Sozialamt einspringen.Daher sollten Sie ab dem 40. Lebensjahr eine Pflegezusatzversicherung abschließen, um diese Situation zu vermeiden.Private Kranken- und Lebensversicherer bieten die Tarife in drei verschiedenen Varianten an: Pflegerentenversicherungen, Pflegekostenversicherungen und Pflegetagegeldversicherung.Bei der Pflegerentenversicherung wird die Absicherung des Risikos mit einem Sparvorgang kombiniert.Diese Konstruktionen können oft nicht durchschaut werden und können wenig gewinnbringend sein.Beratung durch einen Fachmann empfiehlt sich hier.Möglicherweise ist es sinnvoller, Risikoschutz und Gespartes voneinander zu trennen. Für den Pflegefall sollten Sie eine Pflegetagegeldversicherung oder eine Pflegekostenversicherung abschließen.Die Pflegekostenversicherung kommt für Leistungen auf, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht erstattet werden.Die Erstattung ist allerdings meist auf einen festgelegten Höchstbetrag oder Prozentsatz begrenzt.Leisten Angehörige oder Freunde die Pflege, zahlt die Versicherung oft nur ein knappes Pflegetagegeld.Der Versicherte hat oft einen Teil der Kosten selbst zu tragen, weil nicht alle Kosten erstattet werden.Durch Vorlegen der Rechnungen, müssen Sie Ihre Kosten nachweisen.Das bedeutet zusätzliche Büroarbeit für den Pflegebedürftigen oder der Pflegeperson.Eine feste Summe am Tag erhalten Sie bei der Pflegetagegeldversicherung, wenn der Pflegefall eingetreten ist.Es ist nicht von den tatsächlichen Kosten abhängig.Auch Leistungen, die nicht zur eigentlichen Pflegeleistung gehören, können damit bezahlt werden. Das kann zum Beispiel die Unterstützung bei einem Spaziergang sein.Der komplette Tagessatz wird meistens aber erst in der Pflegestufe III gezahlt.Dafür müssen die Voraussetzungen für die Pflegestufe gegeben sein.Einige Versicherungsunternehmen orientieren sich an der Einstufung des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse, andere behalten sich eine eigene Überprüfung vor oder verlangen in regelmäßigen Abständen einen ärztlichen Nachweis.Eine Bedarfsermittlung ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Wie die Leistung der Pflegepflichtversicherung aussehen wird oder wie teuer eine private Pflegeleistung in mehreren Jahrzehnten sein wird, kann keiner sagen.Unklar wird auch sein, ob eine Pflegebedürftige von Angehörigen oder Freunden betreut werden kann oder ob nur stationäre Pflege in Frage kommt.

TIPP! Innerhalb der ersten drei Jahre sollte der Versicherer auf das ordentliche Kündigungsrecht verzichten. Ein Problem sind die Karenz- oder Wartezeiten, die meistens drei Jahre betragen. Im Pflegefall wird dort erst nach einer festgelegten Frist gezahlt. Der Versicherer sollte darauf verzichten. Am besten ist es, bei Pflegebedürftigkeit, keine Beiträge mehr zahlen zu müssen.

Das Für und Wider der einzelnen privaten Pflegeversicherungen

Sie rechnen mit hohen Pflegekosten? Sie gehen davon aus, professionelle Kräfte zu benötigen? Dann macht eine Pflegekostenversicherung Sinn.Das kann der Fall sein, wenn Sie keine Angehörigen haben, die Sie betreuen können.Mit einer Pflegekostenversicherung können sie einen größeren Teil der Auslagen abdecken, auch wenn es zwischenzeitlich zu erheblichen Preissteigerungen gekommen sein sollte.Eine Pflegetagegeldversicherung dagegen kommt in Betracht, wenn sie frei über das Geld verfügen möchten.Vorteilhaft ist sie außerdem, wenn Sie Hilfsleistungen nicht bei professionellen Anbietern einkaufen, sondern sich von Angehörigen oder ehrenamtlichen Helfern pflegen lassen.Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Ihre Kosten zu hoch werden.

Ein Vergleich der Beiträge fast nicht möglich

Je älter Sie sind, desto höher die Beiträge für die Pflegeversicherung. Dabei gilt: Frauen zahlen mehr als Männer, da sie eine höhere Lebenserwartung haben.Sollte eine Krankheit bestehen, kann auch ein Zuschlag verlangt werden.Beschränkungen der Leistungen und unterschiedliche Punkte in den Verträgen machen einen Beitragsvergleich beim Vertragsabschluss nicht leicht.Welch Versicherung, die günstigste ist, lässt sich kaum vorhersagen, zumal diese oft bis ans Lebensende gültig ist.

Beachten Sie die unterschiedlichen Leistungen

Lassen Sie sich bei der Wahl ihrer privaten Pflegezusatzversicherung auf jeden Fall von einem Fachmann beraten .Versicherungsunternehmen geben oft Angebote ab, die unübersichtlich sind und viele Details enthalten, die unklar sind.

Hilfreiche Hinweise zur Pflege-Versicherung

  • Bei der Wahl für eine private Pflegezusatzversicherung, sollten Sie einen Experten hinzuziehen.
  • Die Angebote, die sie von den Versicherungsunternehmen erhalten, sind oft unübersichtlich und sollten im Detail geklärt werden
  • Kommt die Versicherung für Kosten sowohl bei häuslicher Pflege als auch bei stationärem Aufenthalt auf? Sind alle Pflegestufen berücksichtigt? Sie wissen heute noch nicht, welche Pflegemaßnahmen für Sie ergriffen werden müssen.
  • Bei der Pflege zuhause durch Angehörige, darf das Pflegetagegeld nicht geringer ausfallen, als bei der Pflege durch berufliche Helfer.
  • Wenn Ihre Pflegekosten steigen sollten, muss es möglich sein das Tagegeld für die Pflege im Nachhinein zu erhöhen, ohne neue Gesundheitsprüfung und ohne Risikozuschläge.
  • Sobald die gesetzliche Pflegepflichtversicherung die Pflegebedürftigkeit feststellt, sollte die Leistungspflicht eintreten. Außerdem sollte die Einstufung der Pflegestufe übernommen werden, dann brauchen keine zusätzlichen ärztlichen Untersuchungen stattfinden. Eine Gesellschaft, die wiederkehrende Atteste verlangt, sollten Sie mit Vorsicht behandeln.
  • Der Versicherungsschutz sollte für ein Leben lang gelten. Sie laufen sonst Gefahr, bei schwerer Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit, keinen Versicherungsschutz zu haben.
  • Das Versicherungsunternehmen sollte auf das ordentliche Kündigungsrecht innerhalb der ersten drei Vertragsjahre verzichten. Problematisch sind die teilweise üblichen dreijährigen Warte- oder Karenzzeiten, bei denen im Pflegefall erst nach einer bestimmten Frist gezahlt wird. Achten Sie darauf, dass der Versicherer auf diese verzichtet. Günstig ist es, wenn sie bei Eintritt des Pflegefall keinen Beitrag mehr zahlen müssen.