22. Oktober 2019

Die Vermögenswirksamen Leistungen Wiblingen

Die Vermögenswirksamen Leistungen(VWL) dienen der Unterstützung des Vermögensaufbaus von Mitarbeitern. Fast jeder Arbeitgeber zahlt sie. Nach Abzug der Sozialabgaben und Steuern werden die Vermögenswirksamen Leistungen in der Regel in einen Bausparvertrag, Fondssparplan oder in eine Lebensversicherung eingezahlt.

Die Vermögenswirksamen Leistungen bekommt nicht der Angestellte, sondern sie fließen immer sofort auf sein Anlagekonto. Erbringt der Angestellte selbst auch noch eine Zulage zum Sparen, sind die Vermögenswirksamen Leistungen in dieser Kombination von Seite des Staates förderfähig. Das ist im fünften Vermögensbildungsgesetz festgehalten. Um an diese Förderung zu gelangen, müssen aber einige Bedingungen des Gesetzgebers erfüllt werden.

Die Vermögenswirksamen Leistungen werden vom Arbeitgeber als Teil vom Gehalt geleistet. Die Beiträge sind bis zu 40 Euro hoch und werden vom Arbeitgeber direkt in den Sparplan Arbeitnehmers gezahlt. Eine Barauszahlung kann nicht stattfinden. Genauso wie auf das Gehalt, fallen auf die vermögenswirksamen Leistungen Sozialabgaben und Steuern.

Für vermögenswirksame Leistungen ist auf jeden Fall ein Antrag beim Arbeitgeber zu stellen. Der Chef weist dann jeden Monat die vermögenswirksamen Leistungen, die aus dem Gehalt versteuert werden, direkt an den Aktienfondssparplan oder an den Bausparvertrag an. Für jeden geförderten Vertrag gilt eine gesetzliche Bindungsfrist von 7 Jahren. Wenn diese Frist abläuft, kann über das gesparte Kapital ungebunden verfügt werden. Das Vermögensbildungs-Gesetz (VermbG) spricht im Übrigen auch schon den Auszubildenden den Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen zu.

Die Zahlungen der vermögenswirksamen Leistungen setzen sich aus Arbeitgeberanteil und einem eventuellen Teil Arbeitnehmers zusammen. Außerdem kommt die Arbeitnehmersparzulage als Förderung vom Staat hinzu, die unter bestimmten Bedingungen gezahlt wird. Außerdem werden die Einzahlungen, je nach Anlageart, verzinst. Diese Verzinsung liegt zwischen 0,5 und 2,25 % pro Jahr, wobei bei einem Investmentfonds wohl die höchste Rendite erzielt wird. Dann ist aber unbedingt auf die gewählten Fonds zu achten, damit diese nach Möglichkeit wenig schwanken und keine besonderen Verlustrisiken haben. Die Wahl des passenden Fonds spielt dann eine große Rolle.

Für die Arbeitnehmersparzulage gilt eine Frist von sieben Jahren bis zur Auszahlung. Mit der Steuererklärung muss die Zulage jedes Jahr neu beantragt werden. Es besteht auch bei höheren Bruttobverdiensten die Möglichkeit der Zulage, wenn höhere Werbungskosten anfallen und Kinderfreibeträge geltend gemacht werden können. Mit vermögenswirksamen Leistungen angesparte Lebensversicherungen sind nicht zulagebegünstigt. Wer Steuern sparen möchte, sollte die vermögenswirksamen Leistungen in die Betriebsrente fließen lassen.

Informationen zu den Vermögenswirksamen Leistungen

  • Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer in einer bestimmten Anlageform anlegt.
  • Vermögenswirksame Leistungen – sind eine Leistung des Arbeitgebers, und werden meist im Tarif- oder Arbeitsvertrag vereinbart.
  • Wenn Sie vermögenswirksame Leistungen kündigen möchten, ist dies unter bestimmten Voraussetzungen stets möglich.
  • Niedrigere Einkommen, wie sie zum Beispiel Auszubildende beziehen, sind natürlich immer geeignet, um vermögenswirksame Leistungen zu erhalten.