13. Dezember 2019

Die Vermögenswirksamen Leistungen Oststadt

Vermögenswirksame Leistungen überweist der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter direkt auf das Konto des Anlagevertrages. Im so genannten fünften Vermögensbildungsgesetz wird geregelt, dass die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers kombiniert mit einer Arbeitnehmersparzulage vom Staat begünstigt werden. Der Staat schreibt jedoch die Länge und die Form der Anlage vor, die gefördert werden kann.
Das Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung Angestellten regelt die Vermögenswirksamen Leistungen. Der Gesetzgeber gibt hier dem Angestellte das Recht, eine Arbeitnehmersparzulage zu beantragen, um Förderung für die Vermögensbildung zu erhalten. Eigentlich werden die Beiträge für die vermögenswirksamen Leistungen vom Angestellte aufgebracht. Im Laufe der letzten Jahre hat es sich allerdings als spezielle Leistung herausgestellt, wenn der Arbeitgeber den einmal im Jahren Mindestbeitrag oder die Beiträge sogar komplett übernimmt.

Um die Vermögenswirksamen vom Arbeitgeber zu erhalten, ist es notwendig, einen bestimmten Antrag zu stellen. Nachdem das Gehalt versteuert wurde, überweist der Arbeitgeber den Betrag der Vermögenswirksamen Leistungen direkt auf das Anlagekonto. Sämtliche Verträge, die vom Staat gefördert werden, haben eine Bindungsfrist von 7 Jahren. Das Vermögen daraus hat man erst nach Fristablauf zur freien Verfügung. Laut des Vermögensbildungs-Gesetzes, kurz VermbG, besteht auch für Auszubildende Anspruch auf Vermögenswirksame Leistungen.
Als Bezugsberechtigter für vermögenswirksame Leistungen stehen vier verschiedene Produkte zur Wahl, die nicht nur vom Arbeitgeber, sondern auch oft vom Staat gefördert werden. Das sind Bausparpläne, Banksparpläne, die Betriebsrente und Fondssparpläne. Zusätzlich hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit der Tilgung eines laufenden Bausparkredits. Für Berufsanfänger empfiehlt die Verbraucherzentrale in Bremen, die Anlage der vermögenswirksamen Leistungen in Aktienfonds. Wer eher eine sichere Anlage wünscht, sollte in einen Bausparvertrag einzahlen.

Die Festsetzung der Arbeitnehmersparzulage erfolgt nach Antrag durch das zuständige Finanzamt. Der Antrag muss jedes Jahr gestellt werden. Hier bietet sich das gemeinsam mit der Steuererklärung an. Selbstverständlich kann der Antrag auch separat eingereicht werden. Spätestens bis Ablauf des 2. Kalenderjahres, nachdem die Vermögenswirksamen Leistungen angelegt wurden, muss die Arbeitnehmersparzulage beantragt werden. Dafür ist zudem ein Nachweis in Form einer Bescheinigung des Anlageinstituts nötig. Die Verwaltung der Arbeitnehmersparzulage liegt in Hand der Finanzämter.
Nach der Bindungsfrist von 7 Jahren wird die Arbeitnehmersparzulage ausgezahlt. Diese muss einmal im Jahr neu im Rahmen der Steuererklärung beantragt werden. Auch für Arbeitnehmer mit höherem Bruttoeinkommen kann gegebenenfalls die Zulage gewährt werden, wenn entsprechend hohe Werbungskosten und Kinderfreibeträge beansprucht werden können. Für Lebensversicherungen, die durch vermögenswirksame Leistungen bespart werden, gilt keine Zulagebegünstigung. Ganz sicher ist es clever, die vermögenswirksamen Leistungen in die betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln, denn hiermit können leicht Steuern gespart werden.

Infos zu den Vermögenswirksamen Leistungen

  • Vermögenswirksame Leistungen können in die Altersvorsorge eingezahlt werden – sogar auch kombiniert mit der Riester-Rente.
  • Durch vermögenswirksame Leistungen können Sie sicher und rentabel ein kleines Vermögen aufbauen.
  • Möglichkeiten für vermögenswirksame Leistungen sind Banksparpläne oder kapitalbildende Lebensversicherungen.
  • In vielen Berufssparten ist tariflich geregelt, dass die jeweiligen Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen zusätzlich zu Lohn oder Gehalt zahlen.