25. August 2019

Die Riester-Rente Lehr

Der Abschluss einer Riesterrente dient der Altersvorsorge und soll die Lücke schließen, die durch die Rentenreform dem Versicherten neu entstanden ist. Diese wird frühestens mit 62 Jahren ausgezahlt, spätestens aber zum 1. Janaur nach vollendetem 67. Lebensjahr, da die Riester-Rente eine Altersrente ist.
Aufgrund der demografischen Veränderung wurde eine zusätzliche soziale Leistung mit der Riesterrente eingeführt. Denn die Entwicklung der Bevölkerung in der Bundesrepublik hat den Hang, dass die Menschen immer älter werden und deswegen das bisherige Rentensystem finanziell nicht mehr ausreicht. Daher ist die Riesterrente mit staatlicher Beihilfe als Privatabsicherung eingeführt worden. Wer also selbst für seine Altersabsicherung sorgen möchte, kann mit der staatlich geförderten Riesterrente im Alter für ein höheres Einkommen sorgen.
Für eine Riesterrente bekommt man die höchstmögliche Förderung vom Staat. Diese beträgt mindestens 35 Prozent und kann bis zu 55 Prozent steigen. In manchen Fällen sind sogar Förderungen von über 90 Prozent möglich, das hängt vom Familienstand und vom Verdienst ab.
Zum Versteuern der Riesterrente wird der individuelle Steuersatz zugrunde gelegt. Dieser ist im Rentenalter in der Regel geringer als im Berufsleben.
Die Riesterrente eine Zusatzvorsorge für das Alter. Damit wird eigenständig Vermögen für das Rentenalter aufgebaut. Besonders vorteilhaft ist dieses Rentenmodell, weil es für gesetzlich Versicherte Beihilfen vom Staat gewährt. Außerdem ist das durch den Staat geförderte Vermögen auch im Falle einer Insolvenz nicht gefährdet. Besonders für gesetzlich Versicherte mit niedrigen Einkommen, die auch noch Kinder haben, bringt diese Vorsorge großen Nutzen. Da die gesetzliche Rente vom Staat immer mehr schrumpft, ist die Riesterrente absolut zu empfehlen.

Die Riesterrente hat dafür gesorgt, dass in Deutschland erstmalig privat und auch öffentlich über die private Altersabsicherung diskutiert wurde. Viele Versicherte haben sich seitdem für einen Riester-Vertrag entschieden, um von diversen Zulagen und staatlichen Förderungen zu profitieren. Man sollte allerdings auf jeden Fall darauf achten, dass es sich fast nicht lohnt, jedenfalls für gering oder normal Verdienende, die Beiträge bei den Sonderausgaben zu berücksichtigen.
Mit der Riesterrente kann jeder Arbeitnehmer eine zusätzliche private Rente beanspruchen, diese wird außerdem vom Staat gefördert. Ebenfalls können die vermögenswirksamen Leistungen, kurz VWL, als Ergänzung zur Altersvorsorge genutzt werden.

Die Höhe der monatlichen Beitragszahlungen ist je nach Leistung und Versicherer unterschiedlich. Deshalb sollten Sie die verschiedenen Angebote vergleichen, um die optimale und auf Sie angepasste Versicherungsform für die Riesterrente zu finden.
Als junger Mensch eine Riesterrente abzuschließen, bringt den Vorteil einer zusätzlichen einmaligen Zahlung. Dieser Sonderzahlung nennt sich Berufseinsteigerbonus und sie hat einen Wert von 200,- Euro. Voraussetzung ist, dass man noch keine 25 Jahre alt ist. Allerdings ist es möglich, noch spätestens in dem Jahr abzuschließen, in dem der 25. Geburtstag gefeiert wird.
Eine freiwillige private Zusatzabsicherung für das Alter, die in verschiedenen Vertragsformen zu haben ist, ist die Riesterrente. Die Riesterrente hat sich in der Vergangenheit gut entwickelt, besser als von Vielen erwartet wurde. Doch liegt es auf der Hand warum das so ist: Staatliche Zuschüsse und Steuervorteile lassen die Rendite bei der privaten Riesterrente deutlich höher ausfallen als dies bei vielen klassischen Vorsorgeprodukten der Fall sein kann. Dabei ist der Mindestbeitrag für die Rente 60,- Euro jährlich und kann je nach gewünschter Förderung erhöht werden.

Nicht jeder hat die Möglichkeit, Vorteile von Förderungen der Riester-Rente zu erhalten. Gehört man keiner Personengruppe an, die direkt gefördert werden kann (Angestellte, Beamte, Arbeitslose, Auszubildende, u.a.), dann muss man mit einer solchen förderberechtigten Person verheiratet sein, um ebenfalls Förderungen zu bekommen. Dann erhält man eine indirekte Förderung durch Zulagen.

Eine Reform der gesetzlichen Rentenversicherung gab es im Jahre 2000/2001, die zur Folge hatte, dass die Riester-Rente eingeführt wurde. Ziel dieser Einführung war, die Bürger aufzufufen, sich um eine private Altersvorsorge zu bemühen, welche im Stande ist, eine mögliche Lücke in der späteren Altersversorgung zu schliessen. Möchte man im fortgeschrittenen Alter in den Genuss einer hohen Rente kommen, sollte man bereits in jungen Jahren einen Vertrag zum Abschluss bringen und ihn bis zum Renteneintritt beihalten.
Die Kritiker der Riester-Rente bezeichneten diese Anlage als zu kompliziert, bürokratisch und unverständlich. Doch inzwischen erfreut sich die Riester-Rente wachsender Beliebtheit und das Negative ist vergessen, vor allem deshalb, weil umständliche Barrieren zur Seite geräumt wurden und eine regelmäßige Aufstockung der Fördersätze eingeführt wurde. Es ist heute allgemein bekannt, dass eine Riester-Rente zu den attraktivsten und gefahrlosesten Geldanlagen gehört, nicht zuletzt wegen der Kombination aus staatlichen Zulagen und Steuererleichterungen. Für das Riestersparen stehen verschiedene Produkte zur Verfügung, die je nach Neigung zum Risiko oder der noch zur Verfügung stehenden Ansparzeit gewählt werden können.
Die Finanzierung der Riester-Rente funktioniert anders als die gesetzliche Rentenversicherung. Die Gesetzliche finanziert sich per Umlageverfahren, die Riester-Rente kapitaldeckend. Jeder, der Beiträge einzahlt, tut dies somit ausschließlich für seine eigene Rente und nicht für die, die jetzt Rente bekommen. Dadurch ist mit der Einführung der Riester-Rente auch ein weiteres Element der Rentenversicherung gegeben.

Möchten Sie einen Riester-Vertrag abschliessen? Dann müssen Sie Einiges beachten. Zuerst sollten Sie Ihre finanzielle Situation erfassen und anschließend für sich herausfinden, ob Sie gegebenenfalls schon anderweitig gegen Risiken abgesichert sind. Hinterbliebenenschutz und Schutz bei Berufsunfähigkeit sind hier wichtige Punkte. Desweiteren müssen Sie sich Gedanken darüber machen, wie hoch Ihre Rente später ausfallen soll. Haben Sie alle notwendigen Fakten zusammengetragen, sollten Sie auf jeden Fall verschiedene Angebote miteinander vergleichen, ehe Sie sich entscheiden. Besser eine Beratung mehr in Anspruch nehmen, als eine zu wenig, denn nicht jedes Angebot ist auch für jeden geeignet.

Infos zur Riesterrente

  • Die Riester-Rente dient der Altersvorsorge, wobei diese betrieblich oder privat möglich ist.
  • Die Zulagen beim Riestern sind von der Höhe des Betrags abhängig, der einbezahlt wird.
  • Kommt der Begriff Riester-Rente ins Gespräch, nimmt man meist lediglich ein Modell der Rentenform wahr. Jede Menge Versicherungen und Finanzdienstleister haben jedoch viele Formen bezüglich der Vorsorge fürs Alter, die vom Staat gefördert werden, im Angebot.
  • Viele Modell sind beim Riestern möglich. Neben dem bekannten Versicherungsvertrag kann man einen Investment-, Banksparplan- oder auch Bausparvertrag zum Abschluss bringen.
  • Die Riester-Rente kann man zu den Gewinnern der Abgeltungssteuer zählen.
  • Bei allen Riester Produkten besteht die Pflicht, dass es mindestens zur Auszahlung des angesparten Geldes kommen muss. Die Erhaltung der Zulagen ist ebenfalls gewährleistet.
  • Die Riester Rente unterliegt der nachgelagerten Besteuerung und muss bei Auszahlung vollständig besteuert werden.
  • Die Riester Rente gehört mit zu den Gewinnern der Abgeltungsteuer.
  • Interessant ist bei der Riester Rente , dass jedes kindergeldberechtigte Kind eine Kinderzulage pro Jahr vom Staat erh?lt.
  • Auch wenn die Riester Rente oftmals als Rentenmodell in nur einer Variante wahrgenommen wird, lassen sich bei zahlreichen Versicherungen und Finanzdienstleistern diverse Modelle finden, wie für das Alter vorgesorgt und dabei die staatliche Förderung genutzt werden kann.
  • Vor Abschluss eines Riester Rentenvertrages ist es wichtig, sich ausführlich beraten zu lassen, da man mit Abschluss eines Rentenvertrages eine Entscheidung trifft, von der man erst in einigen Jahrzehnten profitieren will.
  • Die Bezeichnung der Riester Rente geht auf den ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Walter Riester zurück, der diese Form der Altersvorsorge eingeführt hat. Mit dieser privaten Rente soll die Versorgungslücke der gesetzlichen Rente geschlossen werden.