25. August 2019

Die Pflegeversicherung in Stadtmitte

Es gibt zwei Formen von Pflegeversicherungen. Einmal die gesetzliche, geltend seit 1995 und die private Pflegezusatzversicherung. Die private wird von privaten Versicherungsunternehmen angeboten.

Die Pflegeversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben

Die Pflegeversicherung ist seit 1995 eine Pflichtversicherung. Jeder mit eigenem Einkommen zahlt dort die Beiträge, wo er auch krankenversichert ist.Für die gesetzlich Versicherten ist dies die Pflegekasse der eigenen KrankenkasseEine private Pflegeversicherung müssen Sie immer dann abschließen, wenn Sie auch eine private Krankenversicherung haben.Verwechseln Sie diese Pflichtversicherung nicht mit der privaten Pflegezusatzversicherung.Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich an und gleichzeitig die Pflegebedürftigkeit.Die Pflegeversicherung wurde eingeführt, damit die persönlichen und finanziellen Belastungen nicht nur von den Angehörigen oder vom Staat getragen werden müssen.Eine dauerhafte Pflegebedürftigkeit bedeutet verschiedene Hilfsmöglichkeiten nutzen zu können.Er kann wählen zwischen ambulanter Pflege, stationärer Pflege oder dem Pflegegeld.

TIPP!Weil die Beiträge festgelegt sind beziehungsweise sich kaum unterscheiden, lohnt sich ein Beitragsvergleich in aller Regel nicht.

Für den Übergang benötigte Pflege

Die Pflegekasse ist nicht zuständig, wenn Sie weniger als 6 Monate pflegebedürftig sind.Dann ist die Krankenkasse in der Pflicht und gewährt Leistungen wie häusliche Krankenpflege.Bei Notwendigkeit der medizinischen Betreuung, springt die Krankenkasse ein.

Grundabsicherung gleich Pflegeversicherung

Die Pflegekasse sichert den Grundbedarf ab.Sie ist nach Pflegebedürftigkeit gestaffelt und wird nur auf Antrag gewährt.Pflegebedürftig ist, wer Hilfe beim Essen, Anziehen, Aufstehen und Waschen benötigt.Für die erste Pflegestufe gilt: Benötigung von Hilfe für mindestens 90 Minuten aus zwei von den genannten Bereichen.Die Grundpflege, also Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität wie An- und Ausziehen, muss mindestens die Hälfte der Zeit beanspruchen.Bei der Pflegestufe II beträgt der zeitliche Bedarf mindestens 3 Stunden am Tag. Die Person gilt als schwer pflegebedürftig.Wenn die pflegebedürftige Person mindestens 5 Stunden Hilfe benötigt, ist sie schwerst pflegebedürftig und wird in Pflegestufe III eingestuft. Dies gilt sowohl für den Tag als auch die Nacht.

Geld und Sachleistungen vorrangig für häusliche Pflege

Die Leistungen der gesetzlichen und privaten Pflege Pflichtversicherungen sind prinzipiell gleich.Die Pflege im eigenen Heim wird vorrangig behandelt.Ambulante Dienste mit professionellen Pflegekräften unterstützen Angehörige oder Allein lebende Pflegebedürftige.Sie ermöglichen dadurch, dass diese Menschen länger in der eigenen Wohnung und damit in der gewohnten Umgebung bleiben können.Dafür gibt es von der Pflegekasse zugelassene Pflegedienste.Ein Vertrag regelt die Leistungen, die erbracht werden sollen.Die ambulante Pflege wird in der gesetzlichen Pflegeversicherung als Sachleistung gewährt, während privat Krankenversicherte nur Geldleistungen erhalten.Sie bezahlen die professionellen Pflegekräften zunächst selbst und bekommen die Honorare ersetzt.Der Wert dieser Zahlung entspricht allerdings höchstens dem Wert der entsprechenden Sachleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Was wird noch in der Pflegeversicherung geleistet

Um eine optimale Lösung für Ihre Bedürfnisse zu haben, können Sie eine Kombination aus beiden Leistungen wählen.Pflegebedürftige haben die Möglichkeit, die Aufteilung der Leistungen selbst zu wählen.Beispiel: Bei Nutzung von 50 % der Sachleistung, haben Sie einen Anspruch von 50 % der Geldleistung der entsprechenden Pflegestufe.Normalerweise kann die Entscheidung frühestens nach sechs Monaten wieder verändert werden.Eine Ersatzpflegekraft wird für höchstens 4 Wochen im Jahr bezahlt, wenn sich die Pflegekraft im Urlaub befindet oder aus anderen Gründen verhindert ist.Bei der Pflege zuhause gibt es zusätzlich die Möglichkeit teilstationär am Tag und in der Nacht gepflegt zu werden. Außerdem ist eine Kurzzeitpflege für eine begrenzte Zeit möglich.Zusätzlich werden von der Pflegekasse die Ausgaben für Hilfsmittel wie Spezialbetten, Rollstühle oder Hausnotruf ersetzt. Außerdem die Kosten für Verbrauchsprodukte wie z.B. Betteinlagen.Leihweise kann ein soll Hilfsmittel wie z.B. eine Gehhilfe benutzt werden.Sollte es nötig sein Um- oder Einbauten vorzunehmen, erhalten Sie eine einmaligen Zuschuss. Das kann eine Rampe oder ein Treppenlift sein oder der Umbau eines Badezimmers sowie Verbreiterung von Türen.Ist die Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht, werden die Kosten für die Grundpflege, die medizinische Behandlungspflege und für die soziale Betreuung übernommen. Basierend auf die jeweilige Pflegestufe.Für Hotelkosten, das ist die Verpflegung und die Unterbringung, kommt die Pflegekasse nicht auf.Falls die stationäre Pflege nicht erforderlich ist, etwa weil eine Betreuung zuhause möglich wäre, besteht nur Anspruch auf die Leistungen bei häuslicher Pflege.Vermeiden Sie das Trennen von Pflege- und KrankenversicherungGesetzlich krankenversicherte sind automatisch Mitglied in der Pflegekasse ihrer Krankenversicherung. Freiwillig Versicherte haben jedoch die Möglichkeit, sich bei einem privaten Anbieter zu versichern.Als privat Versicherter können Sie wählen, ob Sie Ihre eigene Versicherung nehmen oder eine andere Versicherung wählen.Auch hier empfiehlt es sich keine Trennung vorzunehmen.Private Versicherer müssen jeden Antrag annehmen.Da die Leistungen für die Pflege im Gesetz festgelegt sind, gibt es darin keine Unterschiede. Die Beiträge variieren nur ganz gering.Daher können Differenzen zwischen Kranken- und Pflegeversicherung auftreten, wer welche Leistung zu zahlen hat.Dann ist es möglich, dass es lange dauert, bis eine der Versicherungen die Kosten übernimmt.

TIPP!Ein Widerspruch gegen die Einstufung der Krankenkasse ist möglich. Diese wird vom medizinischen Dienst vorgenommen.

Lassen Sie für den Pflegefall keine Lücken entstehen

Bei der Pflegepflichtversicherung ist die Grundversorgung gewährleistet. Eine komplette Pflegebedürftigkeit ist darin nicht inbegriffen. Die Kosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim betragen wenigstens 3000€.Wenn die eigene Rente oder das Vermögen zusammen mit den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreichen, müssen die eigenen Kinder oder das Sozialamt einspringen.Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich ab dem 40. Lebensjahr eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen.Es werden drei verschiedene Tarife von den privaten Kranken- und auch Lebensversicherungen angeboten: Pflegetagegeldversicherung, Pflegerentenversicherung und Pflegekostenversicherung.Das Risiko wird bei der Pflegerentenversicherung durch eine Ansparung abgesichert.Solche Zusammensetzungen sind oft undurchsichtig und können wenig rentabel sein.Holen Sie sich Rat von einem Experten.Möglicherweise ist es sinnvoller, Risikoschutz und Gespartes voneinander zu trennen. Für den Pflegefall sollten Sie eine Pflegetagegeldversicherung oder eine Pflegekostenversicherung abschließen.Die Pflegekostenversicherung kommt für Leistungen auf, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht erstattet werden.Es gibt jedoch einen festen Höchstsatz bzw. Prozentsatz für die Vergütung.Leisten Angehörige oder Freunde die Pflege, zahlt die Versicherung oft nur ein knappes Pflegetagegeld.Eine Kostenerstattung erfolgt selten. Ein Teil der Belastungen verbleibt also beim Versicherten.Ihre Auslagen müssen Sie mittels Rechnungen nachweisen.Das heißt viel Formalitäten, die die Pflegeperson oder der Pflegebedürftige zusätzlich leisten müssen.Eine feste Summe am Tag erhalten Sie bei der Pflegetagegeldversicherung, wenn der Pflegefall eingetreten ist.Es ist nicht von den tatsächlichen Kosten abhängig.Auch Leistungen, die nicht zur eigentlichen Pflegeleistung gehören, können damit bezahlt werden. Das kann zum Beispiel die Unterstützung bei einem Spaziergang sein.Aber erst in der Pflegestufe III wird der volle Tagessatz gezahlt.Der Grad der Pflegebedürftigkeit bestimmt dieses.Für die Einstufung in die Pflegestufe gibt es für die Versicherungsunternehmen verschiedene Möglichkeiten der Orientierung. Zum einen die Einstufung des medizinischen Dienstes der Krankenkasse zum anderen eine eigene Einstufung oder einen Nachweis durch einen Arzt.Große Unsicherheiten entstehen bei der Ermittlung des Bedarfs.Keiner weiß heute, wie teuer die privaten Pflegeleistungen in Zukunft werden oder wie sich die gesetzliche Pflegeversicherung gestalten wird.Nicht sicher dürfte es auch sein, ob der Pflegebedürftige zuhause oder von Familienangehörigen oder Freunden gepflegt werden kann oder ob nur die Pflege in einem Heim in Frage kommt.

TIPP! Übernahme der Kosten bei häuslicher Pflege sowie stationärer Pflege sollten in den Leistungen enthalten sein. Außerdem sollten alle drei Pflegestufen berücksichtigt sein, da Sie nicht wissen, welche Pflege Sie später benötigen.

Das Für und Wider der einzelnen privaten Pflegeversicherungen

Schließen Sie eine Pflegekostenversicherung ab, wenn Sie damit rechnen, qualifizierte Hilfe zu brauchen und deshalb die Kosten dafür hoch sein werden.Wenn Sie nicht von Freunden oder Familienangehörigen gepflegt werden können, dann ist das der Fall.Auch wenn es in der Zwischenzeit zu großen Preissteigerungen kommt, deckt die Pflegekostenversicherung große Teile Ihrer Auslagen ab.Möchten Sie das Geld zur freien Verfügung haben, ziehen Sie eine Pflegetagegeldversicherung in Betracht.Sobald Sie Hilfeleistungen von Familienangehörigen oder auch anderen Helfern in Anspruch nehmen und keiner professionellen Pflege bedürfen, ist sie von Vorteil.Andererseits kann nicht ausgeschlossen werden, dass ihnen die Pflegekosten “davonlaufen”.

Beiträge zu vergleichen ist fast unmöglich

Wie in der privaten Krankenversicherung steigen bei allen Pflegetarifen die Beiträge mit zunehmendem Eintrittsalter. Frauen zahlen wegen der höheren Lebenserwartung mehr als Männer.Sollte eine Krankheit bestehen, kann auch ein Zuschlag verlangt werden.Verschiedene Leistungsbeschränkungen machen es oft bereits beim Vertragsabschluss schwer, Beitragsvergleiche anzustellen. Zudem gibt es viele unterschiedliche Punkte in den Verträgen.Eine Vorhersage für die günstigste Versicherung lässt sich nicht treffen, zumal diese meistens bis ans Lebensende geschlossen wird.

Bei den Angeboten auf Leistungsunterschiede achten

Bei der Wahl für eine private Pflegezusatzversicherung, sollten Sie einen Experten hinzuziehen.Die Angebote, die sie von den Versicherungsunternehmen erhalten, sind oft unübersichtlich und sollten im Detail geklärt werden

Geldwerte Hinweise zur Pflegeversicherung

  • Bei der Wahl für eine private Pflegezusatzversicherung, sollten Sie einen Experten hinzuziehen.
  • Versicherungsunternehmen geben oft Angebote ab, die unübersichtlich sind und viele Details enthalten, die unklar sind.
  • Die Kosten für die Pflege zuhause und auch für die Betreuung im Heim, sollten übernommen werden. Die Gewährung der Kosten für alle drei Pflegestufen, weil Sie heute noch nicht wissen, wie Ihre Pflege in der Zukunft aussehen wird.
  • Wenn eine Pflege durch Angehörige oder Freunde in Betracht kommt, sollte das Pflegetage Geld nicht niedriger sein als für professionelle Pflegekräfte.
  • Bei steigenden Pflegekosten sollten Sie die unwiderrufliche Möglichkeit haben, das Pflegetagegeld nachträglich zu erhöhen. Diese Erhöhung sollte ohne erneute Gesundheitsprüfung und Risikozuschläge möglich sein.
  • Die Leistungspflicht sollte einsetzen, wenn die gesetzliche Pflegepflichtversicherung die Pflegebedürftigkeit anerkennt. Die private Versicherung sollte außerdem die Pflegestufe der gesetzlichen Pflegeversicherung übernehmen. So werden zusätzliche medizinische Untersuchungen vermieden. Nur mit Vorsicht sollten sie bei einer Gesellschaft abschließen, die regelmäßig Atteste über die Pflegebedürftigkeit verlangt.
  • Wichtig ist ein Versicherungsschutz, der für Ihr ganzes Leben gilt. Ansonsten besteht die Möglichkeit im fortgeschrittenen Alter oder bei Pflegebedürftigkeit, ohne Versicherungsschutz dazustehen.
  • Das Versicherungsunternehmen sollte auf das ordentliche Kündigungsrecht innerhalb der ersten drei Vertragsjahre verzichten. Problematisch sind die teilweise üblichen dreijährigen Warte- oder Karenzzeiten, bei denen im Pflegefall erst nach einer bestimmten Frist gezahlt wird. Achten Sie darauf, dass der Versicherer auf diese verzichtet. Günstig ist es, wenn sie bei Eintritt des Pflegefall keinen Beitrag mehr zahlen müssen.