25. August 2019

Der Versicherungsmakler Jungingen

Der Versicherungsmakler ist von keiner Versicherungsgesellschaft abhängig. Er fungiert als Vermittler und ist ein Händler. Er ist die Verbindung zwischen Verbraucher und Versicherungsgesellschaft. Sein Verdienst beträgt in der Regel ein Prozentsatz der Prämie, die er vermittelt hat. Diesen Verdienst nennt man auch Provision.
Ein Versicherungsmakler vertritt die Interessen seiner Kunden. Er ist Gewerbetreibender, der eine Registrierung bei der Industrie- und Handwerkskammer inne hat. Kann ein Makler nicht nachweisen, dass er registriert ist, ist es ihm nicht erlaubt, zwischen Unternehmen und Kunden zu vermitteln. Dann darf er nicht beraten und erst recht keine Verträge zum Abschluss bringen.
Es gibt Versicherungsmakler, die mit wenigen Versicherungsgesellschaften zusammenarbeiten. Das ist aber die Ausnahme von der Regel. Üblicherweise ist ein Versicherungsmakler keinem Unternehmen verpflichtet, sondern arbeitet völlig unabhängig. In Deutschland sind cirka 9000 wirklich unabhängige Versicherungsmakler im Sinne des Kunden unterwegs.

Berät ein Versicherungsmakler, finden unterschiedliche Angebote von Versicherungen Berücksichtigung. Er sondiert den Markt nach dem geeigneten Produkt für seinen Mandanten. Bei überhöhten Beitragszahlungen und geringem Umfang einer Versicherung, weist er darauf hin. Als Kunde eines Versicherungsmaklers kann man sich auf passende Versicherungs-Produkte zu fairen Preisen verlassen.
Versicherungsmakler sind verpflichtet, nachdem der Versicherungsvertrag vermittelt wurde, ihre Kunden weiter zu betreuen. Diese Pflicht bedeutet einerseits, den angemessenen Versicherungsschutz zu prüfen und andererseits, bei Veränderungen der Lebenssituation ihrer Mandanten, entsprechend zu reagieren, um Versicherungsschutz zu gewährleisten. Außerdem sind die Makler verpflichtet, den Versicherungsnehmern im Falle eines Schadens Hilfestellung zu geben, um diesen geltend machen zu können.
Setzt sich ein Versicherungsmakler überwiegend mit einer bestimmten Versicherungsart auseinander, hat er diesen Bereich des Versicherungsmarktes optimal im Blick. So ist es ihm möglich, seine Mandanten als Experte zu beraten, was zu erhöhter Effizienz führt und dem Kunden zu Gute kommt.

Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist Pflicht für alle Versicherungsmakler. Das heißt für die Mandanten, dass der Makler versichert ist, sollte es zu einem Schaden führen, weil dieser falsch beraten hat. Im Mindesten muss die Deckungssumme pro Schadensfall 1.000.000 Euro betragen und jährlich 1.500.000 Euro.
Versicherungsmakler sind nicht einzig die Einkäufer des Versicherten, sondern sie sind auch unterstützend tätig, wenn es um die Abwicklung eines Schadens geht. Der Makler ist ein permanenter, fachkundiger Ansprechpartner in allen Versicherungsfragen. Er prüft regelmäßig den Versicherungsschutz auf Aktualität und auf entsprechenden Bedarf oder Wunsch des Kunden. Zusätzlich führt er den Schriftwechsel mit der Versicherungsgesellschaft und dem Kunden und ist hiermit das Bindeglied zwischen Versicherer und Versichertem.

Ein Maklervertrag bietet dem Kunden Sicherheit. Denn der Versicherungsmakler haftet für den Versicherungsschutz der Bereiche, die in dem Vertrag festgehalten sind. Entsteht dem Kunden durch eine Falschberatung finanzieller Schaden, ist das durch eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung des Maklers abgesichert. Diese greift, wenn der Kunde berechtigte Schadenersatzansprüche stellt.

Ein Versicherungsmakler ist nicht im Auftrag eines oder mehrerer Versicherungsgesellschaften unterwegs. Unabhängigkeit und freies Arbeiten sind hier oberstes Gebot.

Versicherungsmakler haben durch die große Angebotsvielfalt die Möglichkeit, die individuellen Bedürfnisse und Wünsche ihrer Kunden genau zu berücksichtigen.