15. November 2018

Berufsunfähigkeitsversicherung

Experten sind sich einig: die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Der Staat hat seine Unterstützung nahezu eingestellt und von dieser Seite können Sie im Notfall nur mit den sprichwörtlichen Peanuts rechnen. Wie geht es bei Ihnen weiter, sollten Sie morgen berufsunfähig werden?

Vorteile der Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Garantierte Rente
  • Finanzielle Sicherheit
  • Leistungen von Beginn an
  • Sofortiger Versicherungsschutz
  • Schutz bei Krankheit und Unfall

Warum ist diese Absicherung wichtig?

Laut Statistik wird jeder vierte Berufstätige vor dem Ende seines Erwerbslebens berufsunfähig. Hat dieser Berufstätige dann nicht vorgesorgt, kommt jede Hilfe zu spät: die eigene Existenz ist akut gefährdet und endet nicht selten in einer finanziellen Katastrophe und dem sozialen Abseits.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig für jeden,

  • der auf Einkommen aus Berufstätigkeit angewiesen ist
  • der nach dem 01. Januar 1961 geboren ist
  • der Angehörige zu versorgen hat

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Infos zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird reformiert

Ein „Vorschaltgesetz zur Rentenreform“ trat ab dem 01. Januar diesen Jahres in Kraft. Mit dieser Gesetzeseinführung wird für alle unter 40-jährigen Arbeitnehmer die Berufsunfähigkeitsrente durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Seitdem gilt, dass alle seit 1961 geborenen Menschen in Deutschland keine Berufsunfähigkeitsrenten mehr erhalten können. Das hat für die Erkrankten schwerwiegende Änderung zur Folge. Wer seinen bisherigen Beruf krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr ausüben kann, muss künftig uneingeschränkt jede andere Tätigkeit annehmen. Kann ein bisheriger Angestellter einer Bank noch als Nachtwächter arbeiten, so sieht er keinen Cent mehr von der Rentenkasse. Sollte ein Arbeitnehmer noch in der Lage sein, 3 Stunden am Tag zu arbeiten, dann erhält er keine Leistungen aus der Rentenkasse. Die Hälfte davon erhält er, wenn er noch weniger als 6 h pro Tag arbeitet. Arbeitnehmer, die noch vor dem 01.01.1961 geboren worden sind, fallen nicht unter diese Regelung und haben noch günstigere Bedingungen. Bei ihnen schlägt nur eine deutliche Kürzung der ehemaligen Berufsrentenhöhe zu Buche, falls sie wegen einer Berufsunfähigkeit Erwerbsminderungsrente beantragen müssen. Noch deutlicher wird das Problem bei den Selbstständigen und Freiberuflern. Aufgrund ihrer Tätigkeit haben diese Erwerbstätigen meist nur in der Ausbildung und den ersten Berufsjahren in die Rentenkasse eingezahlt. Daher können sie nur sehr geringe Ansprüche an die gesetzliche Rentenversicherung stellen. Nachweislich – so besagt eine Statistik – scheidet jeder 5. Arbeitnehmer frühzeitig aus dem Erwerbsleben aus. Gründe sind körperlicher oder seelischer Natur. Die Probleme treten meist zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr auf. Diese Statistik wurde von den gesetzlichen Rentenversicherungsträgern aufgestellt. Umso erstaunlicher ist es, dass 10 % der neu berufsunfähig gewordenen Menschen jünger als 40 Jahre sind. Man könnte denken, hieran sind vor allem Unfälle Schuld. Dem ist jedoch nicht so. Auch bei den jüngeren Betroffenen sind Erkrankungen die häufigste Ursache für den Verlust der Arbeitskraft. Und vor allem bei jüngeren Arbeitnehmern ist dies der Fall. Daher ist der Abschluss einer privaten Berufsunfallversicherung auf jeden Fall sinnvoll, denn die Leistungen können in Anspruch genommen werden. Egal durch welches Ereignis die Arbeitskraft verloren ging.

Was bedeutet Berufsunfähigkeitsversicherung?

Welche Vorteile eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Wenn jemand seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, droht oft die finanzielle Katastrophe, doch man kann sich mittels einer Berufsunfähigkeitsversicherung davor schützen. Dann wird eine monatliche Rente bezahlt. Dies gilt für die Dauer der Berufsunfähigkeit oder bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Bei einigen Tarifen können die Rentenzahlungen sogar ein Leben lang geleistet werden. Meist reichen schon 50 Prozent Berufsunfähigkeit aus, um die gesamte vereinbarte Rente zu erhalten.

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ)

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den Zusatzversicherungen. Es ist möglich, sie zusammen mit Risiko- oder Kapitallebensversicherung abzuschließen. Auch die Kombination mit einer privaten Rentenversicherung ist möglich. Alle drei Versicherungen können fondsgebunden sein. Der Hauptsinn einer privaten Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung besteht darin, Versicherte von der Zahlung von Beiträgen für Haupt- und Zusatzversicherung zu entbinden, wenn die Berufsunfähigkeit eintritt. Dennoch vereinbaren Versicherte eine zusätzliche Berufsunfähgikeitsrente. Berufsunfähigkeit ist meistens ein einschneidendes Ereignis im Leben eines Menschen. Es kann sein, dass die Alters- oder Hinterbliebenenabsicherung plötzlich gar nicht mehr so wichtig erscheint. Denn eine Berufsunfähigkeit vermindert das Einkommen deutlich und zusätzlich braucht man meist Geld für wichtige Anschaffungen, wie z. B. einen behindertengerechten Umbau und ähnliche Maßnahmen. Hat man den Berufsunfähigkeitsfall genügend abgesichert, dann profitiert man später auch von seiner Renten- oder Lebensversicherung. Beim Ablauf des Versicherungsvertrages kommt es zur Auszahlung vereinbarter Leistungen. Die Versicherung kommt bis dahin für den Beitrag auf. Mit einer ausreichend hohen Rentenzahlung im Berufsunfähigkeitsfall muss man seinen Lebensstandard nicht wesentlich einschränken. Mit den Auszahlungen des Kapitals aus einer Hauptversicherung, also Renten- oder Lebensversicherung wird die Berufsunfähigkeitsrente nicht verrechnet.

Berufsunfähigkeitsversicherung als eigener Vertrag

Dieser Versicherungsschutz wird in einem eigenen Vertrag abgeschlossen, das heißt als selbstständige Vereinbarung. D. h., sie wird nicht mit einer Renten- oder Risikolebensversicherung kombiniert. Verfügt der Versicherte bereits über einen ausreichenden Alters- und Hinterbliebenenschutz, will aber trotzdem seinen monatlichen Verdienst für den Fall der Fälle absichern, ist diese selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung bestens geeignet. Bereits wenn der Betroffene nur 50 % seiner Berufsunfähigkeit einbüßt, zahlen die Versicherer die vereinbarte Summe. Beitragszahlungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung entfallen. Dafür steht die Berufsunfähigkeitsrente den Versicherten entweder während der Berufsunfähigkeit zu oder aber bis maximal zum Ablauf des Vertrags.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Diese Versicherung ist eine abgespeckte Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese wird zusätzlich zu Kapitallebens- oder Risikolebensverssicherungen angeboten. In den vergangenen Jahren kam diese spezielle Erwerbsunfähigkeitsklausel nur denjenigen zugute, die unter einer Erkrankung litten oder einen besonders risikoreichen Beruf ausübten. Ihnen war der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung verwehrt. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung verlangt etwa 50 % weniger Beitrag im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Jedoch zieht sie auch den Nachteil nach sich, dass sie dem Betroffenen erst dann seine Leistungen ausbezahlt, wenn er seine Tätigkeit in keinster Weise mehr ausüben kann. Egal, welchen Abschluss, welche Stelle, welche Fachkenntnis oder welches Einkommen Sie hatten – es zählt bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht. Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung eignet sich daher für alle diejenigen, für die eine Berufsunfähigkeitspolice zu teuer wäre oder etwa wegen einer Vorerkrankung nicht vereinbart werden kann.

Was müssen Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung beachten?

Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente sollte angemessen sein. Im Ernstfall rächt sich eine Unterversicherung. Sie orientiert sich am Nettoeinkommen. Zu beachten ist die meist lange Laufzeit der Versicherung. Daher sollte der Versicherte darauf achten, auch nach Jahrzehnten die Prämien ohne Probleme zahlen zu können. Berater helfen auch, den Versicherungsantrag korrekt und vollständig auszufüllen. Alle Angaben zum Versicherten, zum Antragsteller sowie Zeiten müssen unbedingt richtig und vollständig erfasst sein. Sonst kann der Versicherungsschutz nicht gewährt werden. Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten die in Schriftform zum Antrag gestellten Gesundheitsfragen unbedingt korrekt und vollständig beantwortet werden. Sie müssen unbedingt jede noch so unwichtig scheinende Vorerkrankung angeben. Es ist besser, die Angaben sehr sorgsam und ausführlich zu machen, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Auf Grundlage dieser Angaben muss die Versicherungsgesellschaft die Beitragshöhe kalkulieren und über einen eventuellen Zuschlag entscheiden. Das Alter des Versicherten sowie die gewünschte Höhe der BU-Rente sind ausschlaggebend, welche Gesundheitsfragen man beantworten muss. Manchmal wird ein Arztbesuch erforderlich. Den Arzt Ihres Vertrauens bzw. den Hausarzt müssen Sie ebenfalls von seiner Schweigepflicht entbinden. Diese Angaben müssen im Antrag eingetragen werden. Unbedingt sollte man das „Kleingedruckte“ in den Vertragsbedingungen lesen. Sie sollten darauf achten, dass Sie alle Informationen vollständig erhalten.

Ein Risiko existiert in jedem Beruf

Auf sein monatliches geregeltes Einkommen kann wohl niemand verzichten. Wer berufsunfähig wird, büßt ein Gehalt ein – entscheidende Einschnitte im täglichen Leben drohen. Schließlich können Sie nicht mehr arbeiten, um Ihren Lebensunterhalt mit Ihrem Einkommen zu bestreiten. Fehlen diese regelmäßigen Einnahmen plötzlich, muss auf vorhandene finanzielle Rücklagen zurückgegriffen werden. Damit kann die Lage meist nur vorübergehend überbrückt werden, zumal sich aus der Situation heraus oft Mehrausgaben – beispielsweise für medizinische Versorgung oder Betreuung – ergeben. Besonders hart trifft es Berufsanfänger und junge Menschen, da sie kaum Rücklagen haben. Vor allem, wenn nur einer in der Familie das Geld nach Hause bringt, trifft dessen Berufsunfähigkeit alle besonders hart. Da die gesetzliche Rentenversicherung mit ihren Leistungen deutliche Einbußen erzielt hat, ist ein privater Berufsunfähigkeitsschutz der beste Weg, seinen Lebensstandard auch im Ernstfall beizubehalten. Man sollte allerdings die private Berufs- und die Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht gleichsetzen. Letztere tritt erst dann ein, wenn man überhaupt nicht mehr arbeiten kann. Dazu sollte man seine Versicherungsbedingungen gründlich studieren, um keine böse Überraschung zu erleben. Denn sie variieren von Versicherung zu Versicherung oft erheblich. Damit ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung im Vergleich zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente sehr viel ähnlicher.

Leistungen, die der Staat erbringt

Die gesetzliche Rentenversicherung, die im Jahre 2001 ins Leben gerufen wurde, hatte auch einen erheblichen Einfluss auf die gesetzliche Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsrente. Die komplett angebotenen Leistungen sowie die Höhe der Leistungen haben sie drastisch verändert und fallen somit den gesetzlich Versicherten schwer zur Last. Wenn Sie nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, können Sie keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr abschließen. Lediglich eine zweistufige Erwerbsminderungsrente dürfen Sie noch erwarten. Diese wurde jedoch vom Leistungsumfang her stark beschnitten. Sie gilt als Ersatz für die frühere EU- und BU-Renten. Egal, welchen Arbeitsplatz der Versicherte besaß, ob Teamleiter oder Hilfsarbeiter, dies spielt nun keine Rolle mehr. Dem Betroffenen kann – unabhängig von vorherigen Abschlüssen – jeder beliebige Job zugemutet werden. Kann der Betroffene weniger als 3 Stunden arbeiten, kommt ihm eine Vergütung von gerade mal 38 Prozent seines letzten Bruttogehaltes zugute, dies stellt damit seine kompletten Ansprüche auf die Erwerbsminderungsrente dar. Die Summe der Erwerbsminderungsrente kann je nach dem Umfang der Summe, die man in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, dementsprechend höher oder auch niedriger ausfallen. Berufseinsteiger können von abgemilderten Rahmenbedingugen profitieren. Und für Versicherte, die vor dem 2. Januar 1961 das Licht der Welt erblickt haben, hat sich der Versicherungsschutz nicht gerade verbessert, sondern eher verschlechtert. Zwar gibt es weiterhin die Abgrenzung von Erwerbsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitsrente. Ihre Leistungen sind jetzt jedoch geringer als zuvor. Gerade deshalb ist es ratsam, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, damit finanzielle Engpässe somit weitgehend vermieden werden.

Kein Beruf ist ohne Risiko

Meistens ist es so, dass die Menschen auf das Einkommen aus ihrer beruflichen Tätigkeit angewiesen sind. Wenn durch Berufsunfähigkeit kein regelmäßiges Einkommen mehr gewährleistet ist, dann gibt es drastische Einschnitte. Die Berufsfähigkeit ist also der Garant für die Möglichkeit, Einkommen im erlernten oder ausgeübten Beruf zu erzielen. Bei dem Wegfall der Einkünfte muss dann auf Erspartes zurück gegriffen werden. Durch Ausgaben, die durch die Erkrankung anfallen, wird das Ersparte rasch aufgebraucht sein. Gerade junge Menschen verfügen häufig nur über geringe oder gar keine Finanzpolster. Besonders schwerwiegend ist das, wenn es in der Familie nur einen Einkommensbezieher gibt. Die öffentlichen Kassen sind leer und es kann nicht auf umfassende Hilfen gehofft werden. Es ist also wichtig, dass man sich privat absichert. Auf Leistungen aus der privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherung können Sie nur bauen, wenn Sie gar keine Tätigkeit mehr ausüben können. Je nach Tarif können die Bedingungen der Versicherung variieren. Bei dem Vergleich der Versicherungsunternehmen kann man große Unterschiede feststellen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung weicht von dem Schutz bei Erwerbsunfähigkeit erheblich ab.

Wie wird der Staat Sie unterstützen?

Änderungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung, die im Jahr 2001 beschlossen wurden, haben Auswirkungen auf alle Arten der Rente. Nicht nur die Bedingungen wurden reformiert. Auch die Höhe der Leistungen wurde drastisch eingeschränkt. Für Menschen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente faktisch abgeschafft. Die Berufsunfähigkeitsrente wurde durch eine wesentlich geringere Rente bei Erwerbsminderung ersetzt. Diese Rente ersetzt die früheren Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsrenten. Dabei wird nicht mehr berücksichtigt, welchen beruflichen Status der Betroffene zuvor besaß. Der Berufsunfähige muss jede Arbeit annehmen. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Position er vorher tätig war. Wer die volle Erwerbsminderungsrente bekommen möchte muss beweisen, dass er nicht drei Stunden täglich arbeiten kann. Bei der Rente kommt es sehr darauf an, wieviel der Versicherte eingezahlt hat. Jugendliche, deren Berufstätigkeit gerade erst begonnen hat, werden anders behandelt. Gesetzlich Versicherte, die vor dem Stichtag geboren wurden, müssen allerdings auch mit Einbußen rechnen. Ihre Leistungen sind jedoch geringer als zuvor. Um nach einer Berufsunfähigkeit nicht mittellos zu werden, sollten die Versicherten auf die private Versicherung zurückgreifen.

Versicherungspflichtige Arbeitnehmer müssen mit Lücken bei der Versorgung rechnen

Eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Versicherung erhält nur der, bei dem die Voraussetzungen stimmen. Die Höhe der jeweiligen Rente kann jeder Versicherte in der Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherer nachlesen, die einmal pro Jahr an die Versicherten verschickt wird. Die Höhe der Erwerbsminderungsrente liegt bei circa 62 Prozent des Bruttoeinkommens. Bei der halben Erwerbsminderungsrente finden sich dementsprechend nur rund 19 Prozent des Bruttoeinkommens im Geldbeutel wieder. Je nach individueller Erwerbsbiografie können diese Werte jedoch höher, aber auch niedrieger ausfallen. Die gesetzliche Rente bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit gibt es nicht automatisch, auch wenn die Berufsunfähigkeit nachgewiesen ist. Jeder, der noch drei Stunden täglich arbeiten kann, der wird auch keine Rente bei Erwerbsminderung bekommen. Wenn dem Versicherten nachgewiesen werden kann, dass er zwischen drei und sechs Stunden am Tag arbeiten kann, dann bekommt er nur die Hälfte der Rente. Bei Arbeitslosigkeit wird dann doch die volle Rente zur Erwerbsminderung ausbezahlt. Eine Behinderung muss also gravierend sein, um den Anspruch auf Rente durchsetzen zu können.

Besonders selbstständig Tätige müssen ihren Schutz überprüfen

Wer als selbstständig Tätiger auch keinen Anspruch auf die gesetzliche Rente hat, der kommt noch mehr in Schwierigkeiten. Selbstständige müssen noch mehr als andere die Kosten für den Alltag berechnen. Diese sollten dann entsprechend über einen privaten Berufsunfähigkeitsschutz abgesichert werden. Ansonsten gilt grundsätzlich, dass sich für die weit gehende Aufrechterhaltung des Lebensstandards notwendigen Einnahmen in der versicherten Berufsunfähigkeitsrente widerspiegeln sollten. Der Versicherer wird in jedem Jahr die Bilanz sehen wollen. Oft sind es bis zu drei Jahre, die die Versicherungsunternehmen als Grundlage sehen möchten. Das Versicherungsunternehmen wird dann aus diesen Zahlen einen regelmäßigen Verdienst ermitteln. Nur so kann die angemessene Absicherung der Berufsunfähigkeit durchgeführt werden. Gründer, die noch nicht lange ein Geschäft haben, werden auch nur eine kleine Rente absichern können. Der Antragsteller kann bei den verschiedenen Anbietern auch sehr unterschiedliche Absicherungen aushandeln. Der Unterschied kann dabei bis zu 500 Euro im Monat ausmachen. Bestens beraten ist der Versicherungsnehmer bei dem Abschluss der Dynamik. Auch bei der Berufsunfähigkeitsprüfung gelten für Selbstständige besondere Bestimmungen. Bei ihnen zählt zum “Beruf” nicht nur die Tätigkeit, die sie selbst ausüben. Geprüft wird auch, ob der Selbstständige nach einer Krankheit oder einem Unfall bestimmte Aufgaben delegieren kann. Jeder selbstständig Tätige, muss mit gravierenden Änderungen in seiner Firma zurechtkommen. Nur wenn die Umstrukturierung ohne großen Aufwand durchführbar ist, gilt diese Anordnung.

Die Berufsunfähigkeits-Absicherung – Nützliche Hinweise

  • Eine Berufsunfähigkeits-Absicherung ist wichtig für jeden, der berufstätig ist oder beabsichtigt, dies zu werden.
  • Die BU-Versicherung ist dafür gedacht, dass die Menschen, die berufsunfähig sind, nicht in finanzielle Not geraten.
  • Wenn eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung nicht so hohe Leistungen anbieten kann, dann sollte lieber eine andere Versicherung gewählt werden.
  • Da die gesetzliche Berufsunfähigkeits-Absicherung nicht mehr reicht, ist die private BU-Versicherung eine sinnvolle Option geworden.
  • Eine gute BU zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie schon bei 50%iger Berufsunfähigkeit zahlt.