25. August 2019

Alles Rund ums Bauen in Lehr

Wenn man in Deutschland von Baufinanzierung spricht, denken der größte Teil der Menschen direkt an einem Bausparvertrag. Das ist der Grund warum der klassische Bausparvertrag in der Mehrheit der Fälle eine Finanzierungsform, die zur Finanzierung der eigenen vier Wände gerne genutzt wird.Bevor Sie als Bauherr in den Genuss eines zinsgünstigen Darlehens durch ihren Bausparvertrag kommen, müssen Sie im Regelfall zunächst die Ansparphase er erfolgreich abschließen. Konkret bedeutet dies, dass Sie eine gewisse Summe ansparen und dann warten, dass der so aufgefüllte Bausparvertrag zuteilungsreif wird.Bausparen hat viele Vorteile: so ist es beinahe ideal, wenn Sie bereits jetzt zielgerichtet für einen späteren Kauf sparen möchten. Außerdem wird Bausparen auch von vielen Immobilienbesitzern eingesetzt, um Rücklagen für spätere Renovierungen und Modernisierungen zu bilden.

Viele Arbeitnehmer erhalten vermögenswirksame Leistungen (VL). Eine gute Anlagemöglichkeit für diese Gelder ist ein Bausparvertrag. Gut deshalb, weil Sie als Sparer in diesem Fall sogar eine doppelte staatliche Förderung erhalten: zum einen durch die vermögenswirksame Leistungen, zum anderen durch die Förderung des Bausparens direkt.Wie bei einem normalen Sparvertrag zahlen Sie auch beim Bausparen Monat für Monat einen gleich bleibenden Betrag auf Ihr Konto ein. Und wie beim Sparvertrag erhalten Sie hierfür Zinsen gutgeschrieben. Anders als im klassischen Sparvertrag allerdings sichern Sie sich mit ihrem Bausparguthaben gleichzeitig das Anrecht auf ein zinsgünstiges Darlehen in der gleichen Höhe. Die genauen Größenordnungen, was die Bausparsumme, die Zinssätze und die Darlehenshöhe angeht, werden bei Vertragsabschluss festgelegt.Das Bausparen ist nicht umsonst so beliebt, handelt es sich doch um einen sehr sicheres Produkt. Bereits dann, wenn Sie einen Bausparvertrag abschließen, werden die Zinsen für die gesamte Laufzeit festgelegt. Dies betrifft sowohl den Guthabenzins, den Sie in der Ansparphase von der Bausparkasse erhalten. Dies betrifft aber genauso den Darlehenszins, den Sie in der Darlehensphase an die Bausparkasse zu zahlen haben. Ein Zinsänderungsrisiko gibt es somit nicht.Bausparen steht für Sicherheit – und seit einiger Zeit auch für Flexibilität. In der ersten Phase Ihres Bausparvertrages, der sog. Ansparphase, können Sie Ihren Vertrag noch jederzeit anpassen. Selbstverständlich benötigen Sie hierzu die Einwilligung der Bausparkasse, jedoch ist diese in der Regel relativ einfach zu bekommen. Haben Sie erst einmal die Immobilie gekauft und das Darlehen in Anspruch genommen, so steht es ihnen frei, Sondertilgungen zu leisten und so Ihre Schuld schneller abzubauen.Finanzinstitute und Banken unterscheiden zwischen gewerblicher und privater Immobilienfinanzierung. Wo die Unterschiede liegen, liegt eigentlich schon auf der Hand: bei der privaten Finanzierung geht es um Wohn Raum, bei der gewerblichen Finanzierungs werden Immobilien finanziert, die gewerblich genutzt werden.Bei der Planung Ihres Finanzierungsvorhabens denken Sie bitte an die Nebenkosten. Diese betragen üblicherweise um die 12-15 % der Finanzierungssumme. Sie setzen sich zusammen aus der Provision für den Makler, der Grunderwerbsteuer und den Gebühren für den Notar. Übrigens: weitere Kosten können anfallen für den Umzug oder eine mögliche Renovierung. Und eventuell sind verschiedene Versicherungen für die neue erstandene Immobilie abzuschließen.Vor jeder Finanzierungs ist es notwendig, einen persönlichen Finanzplan zu erstellen. Nur hierdurch haben Sie die Möglichkeit, Ihren finanziellen Rahmen festzustellen. Alle Einnahmen werden den Ausgaben gegenübergestellt. Außerdem sollten Sie die Rücklagen für eventuelle Notfälle nicht vergessen.

Interessante Tipps Rund ums Bauen

Bausparen

  • Ein Bausparvertrag lohnt sich dann für eine Baufinanzierung, wenn man am Ende das Bauspardarlehen tatsächlich für den Hausbau oder -Kauf nutzt.
  • Ein Grossteil der Deutschen ist im Besitz von einem Bausparvertrag und trotz einiger gesetzlicher Änderungen bleibt dieser Trend ungebrochen
  • Wer den Bausparvertrag als reinen Sparvertrag abschliessen möchte, sollte darauf achten, dass der Vertrag optimal auf seine persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
  • Ein Bausparvertrag kann für jeden sinnvoll sein, der weiss, er will in einigen Jahren ein Haus bauen oder eine Wohnung finanzieren.

Wohngebäude-Versicherung

  • Eine Wohngebäudeversicherung kann nur für Schäden abgeschlossen werden, die nach der Fertigstellung des Hauses entstehen.
  • In Ihrem Tarif für eine günstige Wohngebäudeversicherung sollten Sie auch darauf achten, für welchen Schadensfall Ihre Immobilie abgesichert ist.
  • Die Wohngebäudeversicherung kann durch den Versicherungsnehmer und den Versicherer zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit gekündigt werden.
  • Man sollte die Wohngebäudeversicherung nicht als unangenehme Pflicht betrachten, sondern als sinnvolle Anschaffung.
  • Eine Wohngebäudeversicherung richtet sich an Eigentümer und soll vor Risiken schützen, die das Gebäude an sich betreffen.
  • Nur die Wohngebäudeversicherung schützt vor Elementarschäden, Feuerschäden, Leitungswasserschäden und Schäden durch Sturm und Hagel.
  • Eine Selbstbeteiligung oder eine längere Laufzeit wirken sich bei vielen Wohngebäudeversicherungs-Tarifen beitragsmindernd aus.

Immobilien-Kauf

  • Eine Checkliste beim Hauskauf hilft dabei, wichtige Dinge wie Heizung und Sanitär, die Außenisolierung, das Dach oder die Fenster zu überprüfen.
  • Derjenige Verbraucher, der einen Hauskauf plant, ist gut beraten, wenn er verschiedene Kredite miteinander vergleicht.
  • Familien, die langfristig im Voraus einen Hauskauf planen, können eine finanzielle Grundlage durch einen Bausparvertrag schaffen.